Laminiergerät Test 2015

In vielen Büros zählen sie nicht unbedingt zur täglich, notwendigen Ausstattung, aber dann und wann werden sie dennoch auch hier gebraucht, und wenn es nur für einige Minuten ist – die Laminiergeräte. Speziell in solchen Bereichen, in denen es darauf ankommt, dass wichtige Unterlagen möglichst lange Zeit im Originalzustand und unbeschädigt erhalten bleiben sollen, leisten Laminiergeräte einen wichtigen Beitrag dazu. Da diese Geräte selbst im Fachhandel bereits recht günstig zu haben sind, setzten sie sich bisher auch schon in vielen Privathaushalten durch, sodass ihr Verbreitungsgrad relativ groß ist. Generell unterscheiden sie sich neben dem Preis auch in ihren Anwendungsmöglichkeiten wesentlich und selbst bei der Lebensdauer haben wir in unseren Tests eine Reihe von wichtigen Unterschieden herausgefunden, die bei einer anstehenden Kaufentscheidung wesentlich sind.

Testgeräte im Überblick

Einsteiger

Platz 1
Platz 2
Platz 3
OLYMPIA Laminiergerät A330
A4 Laminiergerät DA 4125
Geha Laminator Home & Office A4 Basic Starterpack

Mittelklasse

Platz 1
Platz 2
Platz 3
GBC 3000L A4 Fusion
Fellowes Saturn 2 A4 Fellowes
GBC Inspire A3

Profi

Platz 1
Platz 2
Platz 3
Genie LA-2030 Profi-Laminiergerät DIN A3
Leitz 74760000 Laminiergerät iLAM A3 easy
OLYMPIA Laminiergerät A3040 für A3

 

Die Möglichkeiten von Laminiergeräten

Wobei helfen uns Laminiermaschinen?

Bei vielen Menschen hat sich anstelle des Tätigkeitswortes „Laminieren“ das etwas leichtere Synonym „Einschweißen“ im Kopf festgesetzt, was die Funktion offensichtlich gleich ein wenig leichter erklärt. Das Prinzip, nach dem Laminiermaschinen arbeiten, ist dennoch simpel und beruht auf die physikalischen Wirkungsprinzipien von Wärme und Druck. Mit dem Laminieren soll erreicht werden, dass Dokumente, Urkunden, Visitenkarten, Schriftstücke und vieles andere mehr, unabhängig von schädigenden Einwirkungen von außen, geschützt werden. Staub, Feuchtigkeit aber auch schädigender Lichteinfluss und Verschmutzungen lassen sich nun unkompliziert und für sehr lange Zeit vermeiden und selbst Beschädigungen wie Knicke, Risse oder der gesamte Alterungsprozess lassen sich auf diese Art drastisch vermindern.

Die Idee mit der Funktion

In der Praxis gestaltet sich der Laminiervorgang so, dass ein zu schützendes Blatt Papier zwischen eine, meist auf drei Seiten offene und auf der Hälfte geknickte Folienhülle gelegt wird, die dann, je nach Bauart, durch das Laminiergerät gezogen oder geschoben wird. Die dabei genutzte Hitze und der starke Druck, der durch die Rollen im Inneren der Maschine erzeugt wird, bewirkt eine dauerhafte Verbindung, die zum Abschluss nur noch aushärten muss. Rein spekulativ könnte der Besitzer seine Dokumente nun über mehrere Jahrzehnte im Wasser aufbewahren, sie ins Tiefkühlfach legen oder im Garten eingraben – die Schriftstücke würden diese Art von Torturen unbeschadet überstehen. Übermäßige Hitzeeinwirkungen oder Sonneneinstrahlung sollten jedoch in jedem Fall unterbleiben, da sie den Alterungsprozess bei Papier und Karton beschleunigen würden.

Die Dokumente sind nun zuverlässig geschützt und wer selbst schon eine seiner Urkunden oder Visitenkarten laminiert hat, wird auch festgestellt haben, dass sie jetzt auch optisch viel edler wirken. Da auf den Innenflächen der Folien werkseitig ein Spezialkleber aufgebracht wurde, sind die Dokumente mit dem Plastewerkstoff nach der Laminierung formschlüssig verbunden und lassen sich nun nicht mehr zerstörungsfrei aus ihrer Umhüllung trennen. Man sollte sich darüber besonders im Klaren sein, wenn beabsichtigt ist, Sammlerobjekte wie Briefmarken, Geldscheine oder Fotos zu laminieren. Zu diesem Zweck sollte vorzugsweise die Kaltlaminierung angewendet werden, die nur mit einem druckaktiven Kleber arbeitet, der ohne Hitze auskommt. Eine absolute Dichtheit, und das ist der Nachteil dieses Verfahrens, wir damit allerdings nicht erreicht.

Verschiedene Gerätearten für unterschiedliche Einsatzbedingungen

Wenn auch das Wirkungsprinzip grundsätzlich das Gleiche ist, hängt die Kaufentscheidung im Wesentlichen von der Größe der zu bearbeitenden Unterlagen und ihrer Anzahl ab, die laminiert werden sollen. Für den gelegentlichen Hausgebrauch oder im Home-Office reicht für diese Fälle ein günstiges Einsteigergerät im Format 21,0 x 29,7 cm (DIN A4), das im Fachhandel, wie unsere Testergebnisse weiter unten zeigen, bereits für um die 20,- EUR erhältlich ist.

Im Firmenbüro darf es dann mit 29,7 x 42,0 cm (DIN A3) schon ein wenig größer sein. Es spart auch Zeit und Strom, wenn ein A4-Dokument statt längs vorzugsweise im Querformat durch die Laminiermaschine bewegt wird. Wenn großformatige Druckauflagen in höheren Mengen bearbeitet werden sollen, empfiehlt sich die Anschaffung eines professionellen Laminiergerätes. Damit lassen sich Papiergrößen zwischen 42,0 x 59,4 cm bis 84,1 x 118,9 cm (DIN A2 – A0) behandeln. Entsprechende Maße müssen auch die zu verwendenden Folien haben, die es je nach gewünschter Festigkeit in verschiedenen Materialstärken beim Fachhändler gibt.

Als Faustregel lässt sich leicht merken: Je widerstandsfähiger die Laminierung sein soll, desto dicker muss die zu verwendende Folie sein, deren Stärke in Mikrometer (Mic) angegeben wird. Zu den handelsüblichen Größen zählen: 38, 75, 80, 100, 125, 175 und 250 Mic. Preisgünstige Laminiergeräte für den Hausgebrauch kommen gewöhnlich mit Folienstärken bis zu 75 Mic klar, der allseits bekannte Personalausweis wird mit 125 Mic Folie bearbeitet.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

  1. Wollen Sie Folien mit wechselnder Dicke laminieren, sollte das Gerät mit einer verstellbaren Thermostatregelung ausgestattet sein.
  2. Die Anzahl der Rollen, die für den Folieneinzug verantwortlich sind, entscheidet wesentlich über die Qualität beim Laminieren. Optimal wären vier bis sechs, für die gelegentliche Nutzung genügen zwei dieser Rollen.
  3. Die Länge der Aufheizzeit beeinflusst den Stromverbrauch und die Dauer des Laminierungsvorgangs wesentlich. Daher: Hochwertige Geräte haben in der Regel eine kürzere Heizphase.
  4. Besonders, wenn im Büro mehrere Kollegen ein Laminiergerät gemeinsam nutzen, vergisst meist der Letzte, das Ausschalten. Moderne Geräte haben dafür eine Automatikfunktion, für die sich er Aufpreis ganz sicher lohnt. So reduziert sich nicht nur die nächste Stromrechnung beträchtlich, sondern auch der normale Verschleiß der Maschine hält sich in vertretbaren Grenzen.